Die sieben Todsünden der Wissenschaftspolitik

Meine These:
Wichtige Grundübel der gegenwärtigen Hochschulmisere lassen sich in den sieben Todsünden der Wissenschaftspolitik zuspitzen.

  1. Trägheit: Trotz ständiger Reformhatz und Programmorgien bleiben grundlegende Verbesserungen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus!
  2. Geiz: Die wissentliche und willentliche dauerhafte Unterfinanzierung insbesondere des Hochschulsysthems! Die Hochschulpolitik ist nur eine Subspezies der Fiskalpolitik!
  3. Hoffart: Standesdünkel, Feudalstrukturen und Arroganz verhindern Neuansätze! Zu oft gilt auch an den Hochschulen für viele Amtsträger: Nach oben buckeln, nach unten treten!
  4. Unkeuschheit: Der Zwang sich ständig mit Geldgebern einlassen zu müssen!
  5. Neid: Eine Flut von Bestpractise-Modenschauen einerseits und eine Förderpolitik die großteils nur auf die Belohnung einer auserwählten elitären Minderheit ausgerichtet ist!
  6. Unmäßigkeit: Riesige Aufgaben werden ohne Anpassung der Rahmenbedingungen an das Hochschulsystem gestellt – Millionen sollen im Akkord durch ein unterdimensioniertes Hochschulsystem gepresst werden und Prekäre sollen Exzellenz generieren!
  7. Zorn: Forscherinnen und Forscher werden massenhaft ausgenutzt dann abserviert, vergrault oder in die Arbeitslosigkeit bzw. innere Emigration getrieben!
Sandro_Botticelli_-_La_Carte_de_l'Enfer
Botticellis „Mappa dell´ Inferno“ – Die Zeichnung des Höllentrichters. Aus Wikimedia Commons, dem freien Medienarchiv

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