Dezember 2020:

Armenien: Geschichte, Gegenwart und Konflikte

Ein Gespräch von Dr. Hilmar Preuß (Slavist, Arabist, Autor) im Rahmen der Samowargespräche mit Prof. Armenuhi Drost-Abgarjan. Frau Drost-Abgarjan ist Leiterin der MESROP Arbeitsstelle für Armenische Studien und Professorin für Armeniologie am Seminar Christlicher Orient und Byzanz der Universität Halle-Wittenberg – damit ist sie die einzige Inhaberin einer Professur für Armenien-Studien in ganz Deutschland. Anlass ist die plötzliche Aufmerkamkeit für den langjährigen Konflikt um Selbstbestimmung und territoriale Integrität zwischen Armenien und Aserbaidschan. Der 44-tägige Krieg um Arzach / Berg-Karabach in dem Aserbaischan durch massive Militärschläge vom 27.09.2020 bis 10.11.2020 Gebiete erkämpft hat. Das Gespräch mit der Expertin für Armeniologie soll unter Einbeziehung differenzierter Sichtweisen ein Nachdenken über die in den Medien übermäßig wirksamen und gängigen aserbaidschanischen Narrative ermöglichen.

Radiosendung am 09.12.2020 ab 15 Uhr auf Radio Corax und zum Nachhören:

https://radiocorax.de/armenien-geschichte-gegenwart-und-konflikte/

und auch im Audioportal Freier Radios:

https://www.freie-radios.net/105784

Gemeinsame Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt und Radio  CORAX

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An Open Letter on Anti-Armenian Pogroms in the Soviet Union

Jacques Derrida, Isaiah Berlin, Alain Finkielkraut,
Hans-Georg Gadamer, Jürgen Habermas, Elie Wiesel et al.

An Open Letter_3New York Times

Offener Brief aus der New York Times vom 27.07.1990.

Offener Brief vom 06.11.2020

Der Brief wurde während der Kampfhandlungen im Oktober 2020 von Prof. Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan, MESROP Zentrum für Armenische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Prof. Dr. Cornelia Horn, Seminar Christlicher Orient und Byzanz der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg initiiert und von 150 Intellektuellen unterzeichnet.

Wortlaut Offener Brief_Karabach-Konflikt_06.11.2020_09.12.2020

September – Oktober 2020:

Ausstellung zum Inklusiven grenzüberschreitenden Moorlärche Schüler-Schreib- und Kreativwettbewerb

Eröffnung der Ausstellung am 02.09.2020 um 15:30 Uhr im Haus der Stadtgeschichte, Altmarkt 2, 06679 Hohenmölsen mit Toni Santa (Moorlärche-Museum Lana/Südtirol, Andy Haugk (Bürgermeister von Hohenmölsen) und Dr. Hilmar Preuß (Autor und Philologe)

Gemeinsame Veranstaltung von Moorlärcheprojekt Lana/Südtirol, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt, Stadt Hohenmölsen, Seniorenbüro Hohenmölsen e.V. und Pestalozzi Schule Hohenmölsen.

Ausgestellt werden Beiträge, die Schüler*innen im Rahmen des Wettbewerbs angefertigt haben. Zu erkunden sind insbesondere Ergebnisse der begleitenden inklusiven Schreibworkshops, in denen Schüler*innen mit Behinderung beziehungsweise speziellen Förderungen eigene Texte und kreative Arbeiten erstellen konnten. Der Stamm der 7000 Jahre alten Moorlärche Weißenstein steht mit seinen über 700 Jahresringen für die Aspekte Klimaschutz, Umgang mit der Natur und Teilhabe. Das Projekt verbindet dabei Naturgeschichte mit Kultur und solidarischem Miteinander.

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22.06.2020 Montag: 9:35 Uhr und 14:15 Uhr

Zur Erinnerung an den Überfall auf die Sowjetunion am 22.6.1941:

Schreiben gegen die Barbarei des Kriegs: Daniil Granins „Mein Leutnant“
mit  Dr. Hilmar Preuß (Literatur- und Kulturwissenschaftler) und  Radio Corax

Hier geht es zum Nachhören auf Radio Corax

Um an den am 22. Juni 1941 erfolgten Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht  auf die Sowjetunion zu erinnern veranstalten Radio Corax und die RLS Sachsen-Anhalt ein Interview und eine Lesung. Als Vernichtungskrieg angelegt kostete er Millionen Menschenleben insbesondere unter der Bevölkerung der damaligen SU. Der 2017 verstorbene russische Schriftsteller Daniil Granin behandelte das Thema von Kriegsgräuel und Erinnerung in seinem (2015 in dt. Übersetzung erschienenen) Roman „Mein Leutnant“ auf eindrucksvolle Weise. Es gelingt Granin – der sich 1941 selbst als Freiwilliger zur  Verteidigung der Sowjetunion in die Rote Armee einreihte – auf überzeugende Weise, schematische Vorstellungen über den „heldenhaften“ Soldaten zu hinterfragen und dem
Lesepublikum – insbesondere in Deutschland und Russland – die physisch und psychisch zerstörerischen Aspekte des Krieges und die gemeinsame Verantwortung nahe zu bringen.

Hier geht es zum Nachhören des Interviews auf Radio Corax

Gemeinsame Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt und Radio  CORAX

Weltkriegsruinen Brest Foto Hilmar Preuß 1988https://st.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/TXE61/daniil-granins-mein-leutnant?cHash=1d283f5dad86a79ce5a7cf35d427394e

Ausstellung „Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern“ 

Moi żydowscy rodzice, Moi polscy rodzice

Gemeinsame Veranstaltung der RLS Sachsen-Anhalt mit dem Verein „Dzieci Holocaustu“ , dem Seminar für Slavistik der MLU Halle, der Zweigbibliothek Steintor-Campus der Universitäts- und Landesbibliothek, der RLS Bundesstiftung

Während der deutschen Okkupation Polens im 2. Weltkrieg konnten etwa 5.000 jüdische Kinder gerettet werden. Jahrzehnte später erzählen 15 von ihnen die gleichermaßen erschütternde Geschichte ihres Lebens. Unter dem Titel «Meine jüdischen Eltern, meine polnischen Eltern» entstand hieraus eine außerordentlich ergreifende, sensibel umgesetzte Ausstellung. Siehe auch :  VERBAND „DIE KINDER DES HOLOCAUST“ IN POLEN http://moirodzice.org.pl/de_index.php

Radio Corax führte zur Ausstellung ein Interview mit mir:

https://radiocorax.de/ausstellung-meine-juedischen-eltern-meine-polnischen-eltern/